Phänomen Fledermaus: Mit Fledermauskästen ins Staunen kommen

Heimliche Jäger der Nacht, fliegender Kobold und eines der kleinsten Säugetiere in Europa – die Fledermaus wird mit vielen Assoziationen belegt, die Faszination, die sie beim Menschen auslöst, ist ungebrochen: Bester Beleg sind die zahlreichen Fledermauskästen, die sich inzwischen in deutschen Gärten befinden.

Denn Kirchtürme, Scheunen oder Dachböden als natürliche Unterschlupfe sind längst eine Seltenheit geworden. Was macht das Besondere aus, das den Menschen so in ihren Bann zieht? Zwischen Ekel und Begeisterung. Zwischen Furcht und Fan. Eine Annäherung an das Phänomen Fledermaus.

Große Hufeisennasen, Mausohren oder Abendsegler: Schon die Bezeichnungen der einzelnen nachtaktiven Fledermausarten sind außergewöhnlich und tragen zum geheimnisvollen, ja mystischen Image der fliegenden Säugetiere bei. Erst nach Einbruch der Dunkelheit lassen sie sich blicken, sie sind für das menschliche Ohr nicht hörbar und kommunizieren mit extrem hochfrequenten Ultraschalltönen, die nur mit speziellen Detektoren wahrgenommen werden können. Auch ihre Jagd verläuft mit Hilfe von Ultraschall. Heimlichkeit und Unheimlichkeit zugleich.

Fledermäuse: Faszinierende Lebewesen mit vielen Eigenheiten

Ebenso speziell wie die Kommunikation ist die Fortpflanzung: Schon im Herbst paaren sich Männchen und Weibchen, die Schwangerschaft beginnt aber erst im darauffolgenden Frühling.

Genau dann, wenn wieder genug Nahrung aufzufinden ist. Ein Junges pro Jahr kommt so auf die Fledermauswelt.

Als Nahrung präferieren sie Insekten – und damit zählen Fledermäuse zu den Nützlingen für den Garten und Umgebung. Eine Rolle, in der sie de facto nur die wenigsten Menschen wirklich sehen. Desweiteren trägt ihre ungewohnte Schlaf- und Ruheposition zur Ungewöhnlichkeit bei: Fledermäuse hängen kopfüber – ob an einer Stange im Fledermauskasten oder in Dachnischen.

 

Fledermauskästen als Ausdruck wachsender Begeisterung des Menschen

Alles in allem also: Eine Tierart mit Verhaltensweisen, die sich dem Menschen nur sehr schwer erschließen. Dies macht Reiz und Unbehagen gleichermaßen aus. Dies weckt Neugier und Interesse.

Vielleicht ein Grund mehr, warum immer mehr Menschen die – vielfach vom Aussterben bedrohten – Tiere inzwischen gerne in ihrem häuslichen Umfeld haben, sie gerne im Schein der Lichterkegel der Laternen beobachten. Dass sich Fledermäuse im Keller oder auf dem Dachboden ansiedeln sieht man dennoch nicht so gerne – rein Rest-Unbehagen bleibt stets – doch gerne stellt der Mensch spezielle Fledermauskästen zur Verfügung.

Diese bringt er inzwischen liebevoll an der Hausfassade an, informiert sich über Vorlieben in Sachen Himmelsrichtung und Aufhänghöhe. Alles, um dann gespannt nach der ersten Fledermaus Ausschau zu halten, die den Fledermauskasten annimmt und sich niederlässt. Hier ist manchmal echte Geduld gefragt.

Ganz klar: Fledermäuse haben nichts mit Horrorgeschichten oder Spukschlössern, schon gar nichts mit blutsaugenden Vampiren zu tun. Dennoch umgibt sie immer der Hauch des Besonderen. Das Besondere, dass man am Besten mit einem der Fledermauskästen im eigenen Garten erfahren / erleben kann, mit dem man den seltenen Genossen eine willkommene Heimat bietet.

MailFresh schrieb ausserdem:

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